Spülmaschine (Beispielbild)

Der Schweizer Haushaltsgerätehersteller V-Zug steht derzeit in den Schlagzeilen. Zahlreiche Medien berichten darüber, dass die Firma für ihre neuesten smarten Spülmaschinen Zusatzfunktionen im Rahmen kostenpflichtiger Abonnements anbietet. Bestimmte Funktionen und Reinigungsprogramme stehen den Kunden nur gegen eine jährliche Abogebühr von 12 Schweizer Franken (umgerechnet 12,76 Euro) zur Verfügung. Zu diesen Spezialprogrammen zählen ein intensiverer Reinigungszyklus sowie Spezialprogramme für Biergläser oder ein Programm zum Erwärmen von Tellern.

Neue Funktionen nach Update

Diese Spezialfunktionen tauchen unter Umständen wohl erst nach dem Kauf durch ein Softwareupdate auf, das man mit seinem Handy einspielen kann. Darüber berichtet die Verbrauchersendung Espresso des Schweizer Fernsehens SRF.

Das Magazin hat auf seiner Website eine Onlineabstimmung gestartet. 78% der Nutzer geben an, dass sie diese kostenpflichtigen Zusatzprogramme für überflüssig halten. Mehr als 26.000 Nutzer haben bei der Abstimmung bereits teilgenommen. Nur zwei Prozent geben an, gerne bereit zu sein, für zusätzliche Programme zu bezahlen.

Die Summe von umgerechnet einem Franken pro Monat erscheint nicht hoch zu sein, allerdings hat V-Zug angegeben, möglicherweise in Zukunft Anpassungen vorzunehmen.

Neben Spülmaschinen bietet V-Zug auch für seine neuen und smarten Waschmaschinen und Wäschetrockner entsprechende Funktionen gegen zusätzliche Bezahlung an.

Was die Konkurrenz zu Abomodellen sagt

Konkurrenten werden das neue Geschäftsmodell des Schweizer Mitbewerbers vermutlich aufmerksam verfolgen, distanzieren sich aktuell aber von entsprechenden Praktiken. Die deutsche Firma Miele hat ebenfalls smarte Haushaltsgeräte im Angebot. Sie gibt an, dass zusätzliche Funktionen und Updates kostenfrei über die Miele App freigeschaltet werden könnten. Pläne dafür in Zukunft Geld zu verlangen habe Miele nicht. Auch Electrolux bietet aktuell kein kostenpflichtiges Abo für Zusatzprogramme an.

Am Ende dürften die Verbraucher entscheiden, ob das Modell Zukunft hat. Wenn genügend Kunden bereit sind für Funktionen zu bezahlen, die das gekaufte Gerät bereits verbaut hat, dann können sich die neuen Gebühren durchsetzen. Greifen die Kunden stattdessen lieber zur Konkurrenz oder verzichten auf die zusätzlichen Funktionen, dann könnten sie diese Praktiken mit etwas Glück aber auch zum Scheitern bringen.

Was haltet ihr von solchen Geschäftsmodellen?

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