Bereits im letzten Jahr habe ich über zwei Schweizer Firmen geschrieben, die ihre Aktionärinnen und Aktionäre mit jährlichen Geschenken erfreuen: Die Jungfraubahn AG sowie Lindt & Sprüngli. Auch heute dreht sich alles um ein Schweizer Unternehmen, das jeder kennt und dessen Anteilseigner jedes Jahr aufs Neue mit einer Sachdividende belohnt werden: Die Rede ist von der Swatch Group aus Biel im Kanton Bern.
Vorab wie immer der wichtige Hinweis, dass dieser Artikel rein der Information dient und keine Anlageempfehlung darstellt. Ich übernehme für etwaige Verluste, die durch den Handel mit der Swatch-Aktie enstehen, keine Haftung. Ich selbst besitze keine Swatch-Aktien und profitiere an einem eventuell steigenden Kurs nicht. Alle Angaben in diesem Artikel sind ohne Gewähr.
Die Daten zur Swatch-Aktie
Die Swatch-Aktie ist auch in Deutschland gut handelbar. Allerdings muss man aufmerksam sein, damit man sich die richtige Aktie ins Depot legt.
- Swatch Group N Aktie mit WKN: 871110, ISIN: CH0012255144
- Swatch Group Aktie mit WKN: 865126, ISIN: CH0012255151
- Swatch Group ADR Aktie mit WKN: A1H5B5, ISIN: US8701231065
Die dritte genannte Aktie (Swatch Group ADR) ermöglicht den Handel der Schweizer Uhrengruppe in den USA (1 ADR entspricht 1/20 einer Inhaberaktie). Diese Aktien werden in US-Dollar gehandelt. Dennoch sind sie auch bei deutschen Brokern wie bspw. Trade Republic handelbar.
Die in der mitte genannte Aktie (865126) ist eine Inhaberaktie ohne Eintragung ins Aktienregister.
Für uns heute relevant ist die zuerst genannte Aktie. Bei den Aktien mit der WKN 871110 handelt es sich um Namensaktien mit Eintrag ins Aktienregister. Nur Eigentümer dieser Aktien haben die Chance auf die jährliche Aktionärsuhr der Swatch Group.
Wichtig:
Das Swatch Aktionärsgeschenk erhalten
Eine wichtige Frage, die sich neue Swatch-Aktionäre stellen: „Muss ich die Uhr persönlich auf der Generalversammlung abholen?“ Die gute Nachricht lautet: Nein, mittlerweile wird euch die Uhr direkt nach Hause geschickt. Es gibt aber einen Haken: Swatch versendet die Aktionärsuhr nur an Schweizer Adressen! Allerdings passiert das nicht automatisch. Ihr müsst entweder persönlich bei der Generalversammlung teilnehmen oder vorab per Papier- oder Onlineformular über die Anträge abstimmen.
Erhalten auch deutsche Aktionäre die Aktionärsuhr von Swatch?
Aktionäre aus Deutschland, Österreich oder anderen Ländern, bekommen die Aktionärsuhr leider nicht nach Hause zugeschickt. Kommentaren im Internet zu Folge ist aber möglich, dass man sich die Uhr als deutscher Aktionär an eine Schweizer Adresse schicken lässt, wenn man bspw. Personen kennt, die in der Schweiz leben.
Eintragung ins Aktienregister
Ein weiterer Fallstrick ist die Eintragung ins Aktienregister. Nicht jeder Broker bietet das an, selbst in der Schweiz. Solltet ihr die Voraussetzung der Schweizer Lieferanschrift erfüllen können, erkundigt euch bitte bei eurem Broker, ob er die Eintragung ins Aktienregister anbietet. Ist das nicht möglich, dann bleibt ihr der Swatch Group gegenüber anonym und werdet weder zur Generalversammlung eingeladen, nocht habt ihr die Chance auf das Aktionärsgeschenk. Internetberichten zu folge, bieten manche deutsche Broker das tatsächlich an. Das ist aber in Regel mit Gebühren verbunden. Die Bardividende ist davon natürlich unberührt.
Fazit
Mit einem Preis von 42,36 Euro bzw. 38,80 CHF (Stand: 14.02.2026) sind die Namensaktien der Swatch Group nicht teuer. Es genügt bereits eine dieser Aktien, um jährlich gratis eine Uhr von Swatch zu erhalten. Das ist ein wirklich attraktiver Preis und wäre selbst für eine einzige Uhr durchaus attraktiv.
Schade ist aber, dass man als Aktionär aus Deutschland oder Österreich hohe Hürden hat, um in den Genuss der Uhr zu kommen. Während die Eintragung ins Schweizer Aktienregister je nach Broker unter Umständen noch machbar wäre, dürfte es in den meisten Fällen an einer Schweizer Zustelladresse scheitern.

