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"Der große Drei-Länder-Check"
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| Am 26. August lud Überziehungskönig Thomas Gottschalk ins badische Freiburg zur zweiten Ausgabe des "Großen Drei-Länder-Checks", der dieses Jahr den Untertitel "Die Revanche" trug und so den Siegeswillen der Schweiz und Österreichs andeuten sollte, die sich letztes Jahr Deutschland geschlagen geben mussten. |
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Genre: Show / Quiz Um es gleich vorweg zu nehmen: In diesem Jahr musste sich Deutschland mit dem dritten Platz zufrieden geben, während diesmal Österreich jubeln konnte, das Fernsehmoderator Christian Clerici und Schauspielerin Nicole Beutler ins Rennen schickte. Die Schweiz wurde durch Moderator Sven Epiney und Sängerin Francine Jordi vertreten, während für Deutschland Schauspielerin Christine Neubauer mit Mike Krüger ihr Glück versuchten. In einem Teil der Sendung bekamen die prominenten Zweierteams Fragen zu den
einzelnen Ländern gestellt wie bspw. was die Schweizer am meisten fürchten.
Die Lösung: Die Einführung des Euros. Das ist zwar unterhaltsam, spannender
waren aber die nicht ganz quiztreuen Elemente der Sendung. So fischte Thomas
Gottschalk aus dem Saalpublikum drei Ahnungslose Ehemänner, aus jedem Land
einen, die zu Hause nicht unbedingt am Herd zu finden sind. Diese hatten nun
bis zum Ende der Sendung Zeit ein Gericht bestehend aus Spezialitäten der
einzelnen Länder zu zaubern. Am Ende der Sendung wurden diese Gerichte nun von
drei Fernsehköchen benotet: Andreas Studer aus der Schweiz, Sarah Wiener aus
Österreich und der für Deutschland wertende Johann Lafer. Dass Lafer aber wie Wiener
Österreicher ist, das wurde dem unwissenden Publikum verschwiegen. Da stellt
sich doch die Frage, ob Deutschland nicht selbst genug fähige Fernsehköche
hat. Aber vermutlich griff man lieber auf Köche zurück, die bereits beim ZDF
unter Vertrag stehen ("Kerners Köche"). Da die Juroren aber eh erst
nach ihrem Urteil erfuhren, welches Gericht welchem Land zugeordnet
werden muss, kann man niemandem Befangenheit vorwerfen, aber dennoch fällt
dieses Detail negativ auf. Etwas Pech hatten einige Saalzuschauer, die unter ihrem Sitz einen bunten Zettel vorgefunden haben. Diese verpassten leider den Großteil der Sendung, denn diese bildeten drei Chöre, wieder je einen für jedes Land. Während der Sendung wurden diese von professionellen Gesangstrainern zwei Stunden auf ihren Auftritt am Ende der Sendung vorbereitet, in dem sie ein in dieser kurzen Zeit einstudiertes Lied vortragen sollten. Bewertet wurden die Auftritte durch das Fernsehpublikum, das per Telefonvoting abstimmen konnte, auch für das eigene Land. Man hätte befürchten können, dass der wenig stimmige deutsche Auftritt aufgrund der deutlich größeren Einwohnerzahl Deutschlands gewinnt, aber auch die deutschen Zuschauer schienen Geschmack zu haben und so landete Deutschland in dieser Disziplin verdient auf dem dritten Rang. Die Österreicher konnten auch in diesem Spiel mit einem gelungenen Auftritt den ersten Platz für sich sichern und wurden dafür mit 300 Punkten belohnt, was ebenfalls ein großer Kritikpunkt an der Sendung ist. Während bei allen anderen Spielen in der Regel nur 10 bis 30 Punkte vergeben wurden war das Chorvoting 100 bis 300 Punkte wert und war somit praktisch allein entscheidend. Fazit: Der große Drei-Länder-Check war durchaus eine unterhaltsame Sendung, trotz der zu erwartenden Überziehung. Punkte wie Johann Lafer als Deutscher oder das völlig überbewertete Telefonvoting trüben den Gesamteindruck aber etwas. Außerdem ist festzuhalten, dass der Sieg in dieser "Meisterschaft" wenig aussagekräftig ist und nicht ganz ernst zu nehmen ist. Trotzdem wäre eine neue Ausgabe im nächsten Jahr wünschenswert, dann aber bitte im Siegerland Österreich, schließlich waren an dieser Sendung - im Gegensatz zur Eurovisionssendung Wetten, dass...? die Sendeanstalten der drei Länder völlig gleichberechtigt beteiligt. Ein Artikel von Oliver Schäfer |
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