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Format: Sitcom Die Charaktere:
Max Brugger (Urs Bosshardt):
Als Max seinen Job als Manager in einer Keksfirma verliert, findet er sich
plötzlich in der ungewohnten Rolle als Hausmann wieder, der die Familie
"managt". Dazu hält ihn noch seine pubertierende Tochter Kathrin auf
Trab. Aber damit ist noch nicht Schluss: Außerdem wohnt noch Erich, der Bruder
seiner Frau Angela, mit im Haus. Hinzu kommt noch Angelas Chefin Eliane, die
Max jedes Mal wissen lässt, dass sie nicht viel von ihm (und Männern im
Allgemeinen) hält.
Angela Brugger (Regula Imboden):
Zur gleichen Zeit wie Max seinen Job als Manager verliert, findet Angela
eine Stelle als Sekretärin in einer Modeboutique. Ihre Chefin Eliane ist
gleichzeitig auch die Nachbarin der Bruggers, zum Missgefallen von Max.
Kathrin Brugger (Anna Gemsch):
Die 14-jährige Kathrin ist wohl eine typische Pubertierende. Deshalb sind
Streitigkeiten mit ihrem Vater vorprogrammiert. Vor allem wenn es um Kathrins
Passion, das Töff, geht, sind Vater und Tochter selten einer Meinung.
Erich Trunniger (Erich Vock):
Der filmverrückte Erich Trunniger ist Angelas Bruder und temporärer
Untermieter bei den Bruggers. Erichs Traum ist eine eigene Videothek, den er
sich im Laufe der Serie erfüllen kann. Er schwärmt für Angelas Chefin
Eliane, kann bei ihr aber nicht landen, was ihn nicht davon abhält immer weiter zu
baggern. Aber das hellste Köpchen ist Erich eh nicht unbedingt...
Eliane Bissiger (Caroline Rasser):
Angelas Chefin und Nachbarin Eliane hat eine Abneigung gegenüber Männern,
insbesondere gegenüber Angelas Mann Max. Sie ist Inhaberin einer Boutique und
stets für einen Streit gut.
Kritik:
Fertig Lustig kann ohne Mühe mit dem Quasi-Vorgänger Fascht e
Familie mithalten. Mit Erich Vock (in Deutschland bekannt aus der
Ricola-Werbung) findet sich auch in diesem Ensemble ein großer Name, der in
seiner Rolle als Erich Trunniger zwar eine für ihn typische Rolle spielt,
diese aber blendend. Aber auch die Leistung von Anna Gemsch, die mit ihren 15
Jahren (zur Zeit des Drehs) zuvor noch nie auf der Bühne stand, ist tadellos.
Das Talent scheint in der Familie zu liegen, denn ihre Mutter ist keine
geringere als Lüthi und Blanc-Darstellerin Esther Gemsch.
Mit dem Mann als Hausfrau und der Frau als Ernährerin der Familie hat Polier,
der Erfinder der Serie, ein interessantes Setting erschaffen, das wohl noch
für weitere Staffeln genug Stoff geboten hätte. Mal dreht sich alles um die pupertierende Kathrin, in der nächsten Folge um
Elianes Boutique, dann wieder mehr um Erich... genretypisch werden immer wieder
die gleichen Motive für die Handlung aufgegriffen, was aber ja gerade den Reiz
von Sitcoms ausmacht. Zwar haben die Figuren keine so extremen Macken wie die
in Fascht e Familie, trotzdem hat es Polier geschafft überdrehte Rollen
zu erschaffen, allen voran die des Erich Trunnigers. Auch Fertig Lustig
kommt mit wenigen Kulissen aus, was vermutlich nicht zuletzt am Budget des
Schweizer Fernsehens liegt, was der Unterhaltung aber nicht schadet. Der
Großteil der Handlung spielt sich in der Küche und im Wohnzimmer ab. Später
in der Serie kamen aber auch noch die Boutique und Erichs Videothek als
Kulissen hinzu.
Fertig Lustig wurde vor Publikum gedreht, im Gegensatz zu manchen
anderen Genrevertretern handelt es sich also echte Lacher, die zu hören sind.
Ein Genuss, in den deutschsprachige Sitcomzuschauer selten kommen, denn in
synchronisierten Sitcoms sind auch die Lacher nicht mehr echt... Ob man den
Unterschied merkt muss wohl jeder für sich entscheiden.
Fazit: Fertig Lustig ist nach Fascht e Familie die beste
Schweizer Sitcom und auf jeden Fall einen Blick wert. Es ist bedauerlich, dass es keine
neuen Folgen mehr gibt, aber erfreulicherweise wiederholt SF 1 immer wieder die
komplette Serie.
Die Zukunft von "Fertig Lustig"
Die Folgen der drei Staffeln wurden zwischen 2000 und 2002 abgedreht. Neue
Folgen werden nicht produziert. Produzent der Serie war die Firma Laughtrack
AG, über deren weitere Existenz wir keine Informationen gefunden haben. Bisher
wurde Fertig Lustig schon mehrmals wiederholt. Doch die Zukunft sieht für Fans
der Serie leider nicht erfreulich aus. Wie uns das Schweizer Fernsehen auf
Nachfrage mitteilte, werden noch bis 10. Februar 2007 eigenproduzierte Sitcoms
freitagabends ausgestrahlt, danach sei definitiv Schluss. Ab Ostern 2007 folgt
ein neues Format mit dem Titel "SF bi dä Lüüt".
Die Redaktion Sitcom wird aufgelöst. Aber für die ferne Zukunft besteht
Hoffnung: "Doch
ich bin überzeugt, dass der Ruf aus dem Schweizer Publikum nach den so
bekannten Geschichten rund um Fascht e Familie, ManneZimmer, Fertig lustig und
vielleicht auch Schöni Uussichte (nur 26 Episoden) nie ganz verhallen wird.
Bestimmt werden diese daher irgendwann wiederholt.", so eine
SF-Mitarbeiterin gegenüber Schweizwochen.de.
Links zum Thema:
http://www.erichvock.ch
- die offizielle Homepage von Erich Vock
Ein Artikel von Oliver Schäfer
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Alle Fotos: © SF / Oscar Alessio
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