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Die Beatles auf rätoromanisch |
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Ein etwas anderes Tribute-Album |
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| Rätoromanisch darf nicht aussterben, da sind sich die meisten
Schweizer einig, auch wenn die Sprache nur noch von rund einem halben
Prozent der Schweizer Bevölkerung gesprochen wird. In letzter Zeit gibt
es erfreulicherweise wieder einige Projekte die ihren Anteil leisten die
Sprache am Leben zu erhalten. Eines davon nennt sich Lain Fabular,
ein nicht nur für Schweizer interessantes Projekt. Lain
Fabular, das ist eine Doppel-CD der besonderen Art: der interessierte
Musikhörer findet hier 27 Cover-Versionen unterschiedlich bekannter
Beatles-Songs, aber eben auf Rätoromanisch und zwar in der (künstlich
geschaffenen) Standartsprache Rumantsch Grischun. Die Ursprünge des Projekts
liegen aber schon ein paar Jahre zurück: im Jahr 2001 begann alles mit
der Show Prisas - Reprisas - Surprisas, bei der über ein Dutzend
internaler Hits auf Rätoromanisch nachgesungen wurden. Aufgrund des
grandiosen Feedbacks entschloss man sich eine CD zu veröffentlichen,
aber beschränkt auf Songs der Beatles. Das Resulatat ist nun im gut
sortierten Schweizer Plattenladen oder über das Internet erhältlich. Über die Auswahl der Songs lässt sich streiten. Sicherlich ist es
begrüßenswert, dass auch weniger bekannte Beatles-Songs gewählt
wurden, aber Songs wie Octopus's Garden oder Yesterday
wären schon wünschenswert gewesen. Aus Eleanor Rigby wird im Rätoromanischen beispielsweise Elena
Ratti. Am Arrengement haben Ils fränzlis da tschlin und Stephan
Eicher nicht viel geändert. Anders bei All you need is love,
interpretiert von den Deutschschweizern Stop the shoppers.
Unterlegt mit einem recht monotonen Salsarhytmus kann dieses Cover aber
weniger überzeugen. Interessanter klingt da schon Tut ensemen,
im Original Come together, das von L_mar rockiger gespielt
wird als von den Beatles.Ungewöhnlich ist auch Michael
Decurtins und Silke Schmeings Version von Tomorrow never
knows, Damaun mai na sa. Silke Schmeings Sopranstimme wird
mit einem teilweise schon in die Dance-Richtung gehenden Beat untermalt. Die übersetzten Texte findet der interessierte Hörer im Booklet, sodass auch Fremdsprachlern das mitsingen leicht fällt - was auf das Textverstehen leider eher weniger zutrifft. Auch das Vorwort ist ausschließlich in rätoromanischer Sprache vorhanden, weshalb wir leider nichts zu dessen Inhalt sagen können. Das Booklet gibt außerdem Aufschluss darüber, von welchen Töpfen das Projekt alles mit Fördermitteln unterstützt wurde, was den nicht auf Profit ausgerichteten Zweck des Albums unterstreicht. Vermutlich hätte auch sonst nicht das erforderliche Budget von 180.000 Franken zusammengebracht werden können. Bleibt die Frage, wo man die CD beziehen kann. Für Schweizer stellt dies kein größeres Problem dar, der gut sortierte Schweizer Plattenladen sollte die CD führen. Falls nicht bleiben verschiedene Schweizer Onlinehändler. Für Nicht-Schweizer birgt die Beschaffung Probleme. Amazon.de führt die CD nicht, Schweizer Onlinehändler verschicken entweder nur in die Schweiz oder man muss auf ein Schweizer Konto überweisen. Daher lohnt es sich vermutlich im Zweifel bis zum nächsten Schweizurlaub zu warten oder regelmäßig bei Ebay.ch vorbeizuschauen, bis jemand das Album anbietet und Paypal oder Moneybookers akzeptiert. Die Redaktion dankt der Plattenfirma an dieser Stelle übrigens für das Rezensionsexemplar! Fazit: Ein ungewöhnliches, nicht alltägliches Projekt, vor allem
wenn man an die noch immer andauernde Weitere Infos: www.lainfabular.ch
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| Ein Artikel von Oliver Schäfer | |||
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