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Brienzer und Thuner See |
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Die Seen, die Interlaken einschließen und ihre Umgebung |
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| Die Region um Interlaken gehört aufgrund ihres einzigartigen Bergpanoramas zu den schönsten Gebieten der Alpen. Aber nicht nur der Berge wegen lohnt sich der Urlaub in und um Interlaken. Die beiden Seen bei Interlaken, der Brienzer und der Thuner See, bieten mit ihrer näheren Umgebung weitere interessante Ausflugsziele. | |||
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Thuner See und Frutigland: Am Rande des Thuner Sees liegen mehrere kleinere und beschauliche Dörfer. Doch natürlich gibt es auch größere Ortschaften wie beispielsweise Thun. Die 40.000 Einwohner-Stadt am Ausfluss der Aare aus dem See besitzt eine schöne historische Altstadt und ein sehenswertes Schloss, von dessen Turm aus man einen weiten Blick über die Stadt und den See genießen kann. Neben der namensgebenden Stadt finden sich am Ufer des Thuner Sees noch das Schloss Oberhofen, das viele wohl schon von Bildern kennen dürften, sowie die Beatushöhlen. Die Tropfsteinhöhlen liegen zwischen Thun und Interlaken oberhalb eines Wasserfalls und können mit dem Auto oder dem Bus erreicht werden. Der Eintritt ist mit 17 Franken allerdings recht teuer und das aufgebauschte Programm entpuppt sich bei genauer Betrachtung fast schon als Schwindel. Laut Eintrittskarte ermächtigt der Kauf einer Karte zum Besuch der prähistorischen Siedlung, der Zelle des heiligen Beatus, der Höhle, dem Fabelhäuschen und dem Höhlenmuseum. Ersteres ist eine etwa zwei mal zwei Meter große in den Fels gehauene Öffnung, in der drei Puppen um ein Lagerfeuer hocken, die Beatusklause ist ähnlich, nur dass eben nur eine Puppe darin sitzt, die Höhlen sind ganz nett, aber auch nicht unbedingt die schönsten, das Fabelhäuschen hatte geschlossen, das Höhlenmuseum war aber wirklich ganz interessant. Vielleicht noch etwas zur Führung: Die ließ etwas zu wünschen übrig, entweder man hat eine Führerin, die viel zu leise spricht, oder, wie eine entgegenkommende Gruppe, eine Ferienjobberin, die nicht gerade den kompetentesten Eindruck machte. Und die Drachenfigur hätte man sich auch sparen können (kurz eine Anmerkung zur Sage: Der heilige Beatus vertrieb einen Drachen aus den Beatushöhlen) Mehr zu bieten hat da Spiez (das übrigens wie Brienz als Diphtong und nicht als langes i ausgesprochen wird), dessen Schloss direkt am Seeufer liegt.
Ebenfalls am Ufer des Brienzer Sees finden sich die Gießbachfälle. Mit einer kleinen Standseilbahn gelangt man zum ehemaligen Grand-Hotel und den Wasserfällen, die jedoch nicht mit den anderen Wasserfällen der Region konkurrieren können, denn die Reichenbachfälle bei Meiringen sind zum einen spektakulärer und zum anderen auch noch literaturgeschichtlich von Bedeutung, stürzte hier doch Sherlock Holmes zu Tode (um kurz darauf nach Leserprotesten wieder aufzuerstehen) Die alte Schweiz auf engem Raum zusammengetragen, gibt’s das? Ja! Im Freilichtmuseum von Ballenberg, ganz in der Nähe von Brienz gelegen, findet der Besucher alte Bauernhäuser, Mühlen und Schober aus allen Teilen der Schweiz. Zudem finden Kinder an vielen Tieren Gefallen und sind wohl auch von einer Sägerei beeindruckt. Filmfans kennen Ballenberg als Kulisse der Schweizer Literaturverfilmung Das Fähnlein der sieben Aufrechten. Doch begeben wir uns nun lieber wieder in Richtung Meiringen und damit ins Haslital. Neben den Reichenbachfällen gibt es auch noch ein Sherlock Holmes Museum für die Kulturinteressierten, alle die Naturwunder bevorzugen, kommen in der Aareschlucht voll auf ihre Kosten. Tiefe Felseinschnitte, tosende Wassermassen, die sich durch enge Spalte zwängen und direkt am Felsen der Fußgängerweg. Über Planken und Leitern erlebt man die Kraft des Wassers hautnah. Ein Spaziergang (1,4 km hin und die selbe Strecke wieder zurück), den man sich nicht entgehen lassen sollte. Ebenfalls interessant ist eine Tour zur Kristallkluft Gerstenegg. Weniger wegen der eher unspektakulären Kristallkluft, aber das sonstige Rahmenprogramm entschädigt dafür umso mehr. Mit dem Kleinbus geht es Richtung Grimsel zum Kraftwerk Oberhasli. Und in eben jenem Kraftwerk erlebt man, wie durchlöchert die Schweizer Alpen sein können: Durch ein Tor geht es ins Bergesinnere und nach einiger Fahrzeit gelangt man in die Turbinenhalle. Beim Ausbau dieses Wasserkraftwerks entdeckt man irgendwann die Kristallkluft, die man sich natürlich auch anschaut, doch viel faszinierender ist die riesige Anlage, die sich, von außen völlig unsichtbar, im Bergesinneren erstreckt. Der Phantasie, was die Schweizer sonst noch Schönes in ihren Bergen verstecken, sind Tür und Tor geöffnet. Nach der Kraftwerksbesichtigung geht es dann noch weiter auf den Grimsel, einen trist wirkenden Pass, der dennoch seinen Reiz besitzt. |
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Dieser Artikel wurde ebenfalls beim Verbraucherportal Ciao.com
veröffentlicht.
Ein Artikel von Sebastian Schäfer |
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